Montag, 21. April 2008

Zurück in Wellington

Hallo zusammen!
Ich bin seit Samstagabend wieder in Wellington - einen Tag früher als geplant, aufgrund eines etwas durchwachsenen Wetters auf der Südinsel. Gestern habe ich den ganzen Tag damit verbracht, die Fotos des Trips zu bearbeiten und hochzuladen und ab heute ist wieder Uni-Kram an der Reihe - das bedeutet, dass mein ausführlicher Reisebericht von der letzten Woche noch ein paar Tage auf sich warten lassen muss. Aber hier ein rasanter Kurzüberblick:
Die Fahrt zum Mount Cook und der Tag dort waren super, die Fahrt zum Arthur's Pass wurde durch eine Autopanne und einen Tag in 'nem kleinen Kaff unterbrochen, mit einem neuen Wagen ging's dann weiter - leider durch strömenden Regen quer durch serpentinenbereicherte Straßen. Am Ziel angekommen konnten wir zum Glück ein paar kurze Touren machen, jedoch war die Fahrt am Tag darauf zum Abel Tasman Park wieder recht verregnet, und auch die Wanderung dort war nur bei bewölktem Himmel möglich, aber trotzdem schön! Von dort ging's weiter nach Nelson, wo ich Freunde besucht habe, und dann weiter zur Fähre in Picton - auf dem Weg dorthin meinte leider ein Polizist, dass ich etwas zu schnell wäre...tja, ein speeding ticket gehört wohl auch zu einem Auslandsjahr in Neuseeland...

Jupp, soviel soweit, der Rest folgt bald. Ich muss jetzt an einem Essay und dem Kurzfilm-Drehbuch arbeiten. Das Wetter wird hier übrigens kühl - ich kaufe mir bald einen Heizkörper und bis dahin habe ich mir den aus'm Wohnzimmer gemopst, denn dort ist es dank der Küche ja eh meist warm genug :)

Zum Abschluss ein Foto vom Mount Cook - mit einem Kea (einem neuseeländischen Bergpapagei) im Vordergrund...niedliche, aber viel zu neugierige Viecher sind das!

P.S.: Ein großes Dankeschön, an alle, die mir hier Kommentare hinterlassen!! Ich hoffe doch, dass mehr folgen :-)

Freitag, 11. April 2008

Eine Woche Südinsel

Da ich in fünfeinhalb Stunden schon wieder aufstehen muss, nur ganz kurz: Ich fliege morgen früh nach Christchurch auf die Südinsel, um dort dann eine Woche lang durch insgesamt drei Nationalparks zu reisen - Mt. Cook, Arthur's Pass und Abel Tasman - also, nicht wundern, dass es eine Woche lang nix von mir zu hören gibt...ich werde munter am Kraxeln sein und am Abel Tasman eine der vielen Buchten mit weißem Sandstrand genießen. Drückt mir nur die Daumen, dass das Wetter mitspielt und halbwegs schön bleibt.

Die zweite Woche der Semesterferien wartet dann ein Essay auf mich, sowie weitere Arbeit am Kurzfilm-Drehbuch...und dann kommt auch schon der Mai und mit dem der Übergang in den Winter. So langsam wird's hier abends auch schon recht kühl - vor zwei Tagen bin ich morgens mit 11 Grad in meinem Zimmer aufgewacht...deshalb werde ich mir, zurück von der Südinsel, auch direkt einen Heizkörper kaufen. Denn, ja, hier in Neuseeland haben die wenigsten Häuser eine Zentralheizung - ich suche noch immer nach einem Grund dafür...die Neuseeländer selbst wissen es nicht, jedenfalls nicht die, die ich bisher gefragt habe. Eine Idee war, dass die ersten Siedler hier evtl. dachten, dass es sich um eine tropische Insel handelt und sie deshalb keine Heizung eingebaut haben...aber, um die Theorie zu widerlegen hat es ja nur den ersten Winter nach dem Eintreffen der Siedler bedurft, um festzustellen, dass es sich zwar um eine schöne, aber eben nicht um eine tropische Insel handelt...also werde ich weiter nach einer Antwort suchen müssen.

So, nun aber genug, ich muss schlafen!

Mit dem nächsten Eintrag werden dann wieder unzähliche Fotos im Fotoalbum folgen :-)

Lieben Gruß aus Neuseeland!

Montag, 7. April 2008

Die Uni läuft :-)

Heute ist ein schöner Tag - nach sechs (!) Stunden Schreiben in der Uni-Bibliothek habe ich endlich das Drehbuch für meinen Kurzfilm fertig geschrieben. Also zumindest den "first draft", das ist quasi die erste Version, die über die nächsten Wochen noch überarbeitert, geschliffen und perfektioniert wird.
Im Juli bzw. Anfang August wird voraussichtlich gedreht - bis dahin muss ich eine Crew zusammengetrommelt haben, bestehend aus Kameramann, Tonmann, Lichtmann, diversen weiteren Helfern und, natürlich, den Schauspielern. Außerdem muss ich die Drehorte ausspähen. Da ich einige Szene in einem Park filme, muss ich mir dafür eine Genehmigung einholen - solch eine braucht man hier für jeden Dreh an öffentlichen Plätzen.
Die Schauspieler finde ich entweder im Theater-Department, über Freunde oder, wenn ich Glück habe, über Agenturen - da ich aber verständlicherweise kein Geld bezahlen kann, ist das gar nicht so einfach, zumal mein Hauptdarsteller Mitte Dreißig bis Anfang Vierzig sein sollte...naja, schauen wir mal *g*
Ich werde die Tage auch einen Aushang in der NZ Music School machen (auch hier auf'm Campus) und so vielleicht jemanden finden, der Lust hat, Musik für meinen Film zu machen. Einen weiteren Aushang werde ich in der Kunstschule machen, in der Hoffnung, dass sich jemand für's Storyboard-Zeichnen finden lässt - brauche ich zwar nicht zwingend, aber sieht gut aus und meine Zeichenbegabungen halten sich momentan etwas in Grenzen...
Joa, wie ihr sehen könnt, da habe ich noch einiges zu Planen - aber es macht Spaß und ist spannend...mal sehen, was am Ende dabei herauskommt!! :)

Letzte Woche habe ich übrigens meine erste Hausaufgabe zurück gekriegt - ein Essay über Len Lye, ein neuseeländischer Experimentalfilmer, der einen Essay über seine Philosophie des Filmemachens geschrieben hat. Für meinen Essay habe ich, tadaa, ein A+ gekriegt - die Mühen haben sich also gelohnt :-)

Gestern abend hatten wir mal wieder - wie fast jeden Sonntag - ein gemeinsames Abendessen in meiner Wohnung. Es gab Suppe, Maiskuchen, selbtgebackene Käsebrötchen und zum Nachtisch (von mir) ein Mousse au Chocolate. Ich habe richtig Glück mit meinen flatmates, denn die kochen alle sehr gerne. Wenn wir zusammen einkaufen fahren (jeden Sams- oder Sonntag) sieht der Kofferraum hinterher dermaßen gefüllt aus, als wollten wir für ganze Horden kochen....umso verwunderlicher ist's, wenn das Essen zum Ende der Woche dann tatsächlich aufgebraucht ist...tja, wir essen halt alle gerne und viel *g*

Wo ich grad beim Essen bin - ich muss jetzt aufhören zu schreiben, denn mein Magen schlägt allmählich Alarm: Das Hühnchen im Kühlschrank möchte zu einem Hühnchen-Curry verarbeitet werden!

Bis bald
Daniel

P.S.: Aufgrund des Endes der Sommerzeit hier und dem Beginn ebendieser in Deutschland beträgt der Zeitunterschied übrigens nun keine 12 sondern nur noch 10 Stunden.