Dienstag, 30. September 2008

Der Frühling ist da!

Ein kleiner Nachtrag zum langen Beitrag von eben: Wie schon angekündigt, ist der Frühling in vollem Gange hier in Wellington. Die Blumen und Bäume blühen und das kann man nirgends schöner beobachten als im Botanischen Garten.

Hier ein paar Fotos, die ich Ende letzter Woche geschossen habe:











Mit Sofie, hier im Bild, war ich im botanischen Garten unterwegs:



Während bei euch also der Herbst hereinbricht und bald dem Winter Einzug gewährt, genieße ich hier den Duft der blühenden Blumen und freue mich schon auf den nahenden Sommer :-)

Ferien - 1 - Auf zum Tongariro

So, meine Lieben, ich habe mir jetzt vorgenommen, alle paar Tage nach und nach den Bericht meiner Reise auf der Nord- und Südinsel zu schreiben. So gibt's das Ganze in kleinen Stückchen, aber um alles in einem Rutsch zu schreiben habe ich momentan keine Zeit - es rufen die letzten zwei großen Essays für die Uni hier und in knapp 3 Wochen bin ich dann auch schon fertig mit der Uni hier. Verrückt, wie schnell die Zeit vergangen ist...

Übrigens ist hier nun endlich der Frühling ausgebrochen - es sind draußen 16 Grad, die Sonne scheint, das Wasser in der Bucht ist tiefblau (sehe ich ja von meinem Fenster aus!) und überhaupt fangen die Bäume und Sträucher endlich wieder an zu blühen. Wie zum Beispiel die Magnolienbäume im Botanischen Garten:

Von Und nochmal Wellington


Oder diese einsame Narzisse (na gut, so ganz allein war sie nicht - aber fototechnisch sah es so einfach besser aus):

Von Und nochmal Wellington


Aber gut, nun endlich (!) zum Reisebericht. Nachdem Sandra hier angekommen war (am 12.8.) haben wir die ersten Tage ersteinmal ruhig angegangen - ich hatte nämlich noch bis zum Tag zuvor an einem Essay gearbeitet und Sandra war von ihren Reisen zuvor (Thailand und Australien) doch etwas müde. Nach ein paar gemütlichen (um nicht zu sagen: faulen) Tagen haben wir uns dann entschlossen, die Nordinsel zu erkunden. Gesagt, getan: Mit einem Mietauto ging es dann in Richtung Tongariro, wo wir den Crossing durch den Schnee machen wollten.
Hier ist eine Karte, in der unsere Fahrtstrecken markiert sind - falls das etwas zu klein sein sollte, einfach drauf klicken, dann geht's direkt zu meinem Picasa-Album und dort kann man dann rechts oben vom Bild auf die Lupe klicken und das Ganze etwas größer sehen (mit gedrückter linker Maustaste lässt sich das vergrößerte Bild übrigens hoch und runter ziehen):



Die Hinfahrt zum Tongariro war wenig spektakulär - das Wetter hatte leider wenig mehr als Wolken und Nieselregen im Angebot, so dass wir ziemlich in einem Rutsch durchgefahren sind (sind ca. 350km von Wellington - dem A auf der Karte - zur National Park Village - dem B). Lediglich beim Sonnenuntergang konnten wir ein schönes Foto durch eine Brüche hindurch machen:

Von Ausflug zum Tongariro


Nach einer sehr erholsamen Nacht in dem Hostel hatten wir am Tag darauf dafür umso mehr Glück - der Himmel war strahlend blau, keine einzige Wolke zu sehen.
Dann folgte aber auch schon eine schlechte Nachricht: der Tongariro Crossing war leider für die nächsten zwei Wochen nicht machbar, da in den letzten Tagen soviel Schnee wie seit Jahren nicht mehr gefallen war. Mir wäre er teilweise bis zur Schulter gegangen und Sandra, naja, die bräuchte ein Fähnchen oder ähnliches zum Hochhalten, damit man sie überhaupt noch hätte sehen können. Schade! Aber wir sind dann einfach in Richtung Vulkan gefahren, um uns dort ein wenig in der Gegend umzuschauen und zumindest eine kleine Wanderung machen zu können.
Nur ein paar Meter vom Hostel entfernt erwartete uns diese wunderbare Aussicht auf den Vulkan Ngauruhoe (gesprochen: Na-ra-ho-ie):

Von Ausflug zum Tongariro


Wir sind dann ca. eine halbe Stunde gen Vulkan gefahren - in die sogenannte Whakapapa Village - um von dort aus zumindest eine kleine Wanderung unternehmen zu können. In der Village war es nicht nur außerordentlich voll (schließlich war Ski-Saison und die halbe Nordinsel schien dort Skifahren zu wollen), sondern es zeigte sich uns auch schnell, weshalb die große Wanderung nicht machbar war. Der Schnee war innerhalb weniger Tage so stark gefallen, dass die Besitzer dieser Autos sicher keinen Spaß hatten beim Ausbuddeln:

Von Ausflug zum Tongariro


Sandra und ich sind schließlich gen Wanderweg gestapft, welcher uns zu einem kleinen Wasserfall führen sollte. Auf dem Weg eröffnete sich uns die wunderbare Schneelandschaft vor Mt. Ngauruhoe:

Von Ausflug zum Tongariro


Von Ausflug zum Tongariro


Allerdings mussten wir leider relativ bald feststellen, dass der Schnee diverse Bäume zum umstürzen gebracht hatte, welche uns leider den Weg versperrten. Also ging auch diese Wanderung nach ca. einer Stunde schon zu Ende. Aber gut, wir waren trotzdem froh, denn die Aussicht ist ja wahrlich großartig gewesen!

Mit dem Auto sind wir an dem Tag noch ein wenig durch die Gegend gefahren, auf der Suche nach schönen Fotomotiven - wie z.B. diesem hier:

Von Ausflug zum Tongariro


Als nächstes ging es in Richtung Taupo, eine Stadt die am gleichnamigen See gelegen ist. Der See ist auf der Karte als großer schwarzer Fleck unter dem 'C' zu erkennen:

Von Ausflug zum Tongariro


Etwas näher am Ufer des Sees sind wir von einem schwarzen Schwan begrüßt worden, welcher sich als äußerst fotogen erwies:

Von Ausflug zum Tongariro


Aber auch der See an sich konnte sich sehen lassen und hielt für so manches Postkartenfoto her:

Von Ausflug zum Tongariro


Von Ausflug zum Tongariro


Nach Taupo ging es dann weiter in Richtung des kleinen Städtchen Waiotapu - das 'C' auf der Karte. Dort ist die heiße Quelle, an der ich über Ostern schon einmal gewesen bin. Ihr erinnert euch - mit dem Wasserfall aus badewannenheißem Wasser und so.

Von Ausflug zum Tongariro


Wir haben ihn auch gefunden, den so genannten Kerosine Creek, leider stellte sich aber heraus, dass aufgrund des Schneefalls und dem vielen Regen in der Woche zuvor, das Wasser 'nur noch' lauwarm war. Ich bin kurz bis zu den Knien reingewatet, aber letztendlich sind wir nicht komplett baden gegangen, da es dafür dann doch nicht warm genug war.
Auf dem Weg weiter ins Zentrum der Nordinsel sind wir an einer weiteren heißen Quelle angehalten, weil sie so schön viel Dampf erzeugt hat. Der Fluss, der diesen Dampf erzeugte, hatte an der Quelle eine Temperatur von fast 80 Grad!

Von Ausflug zum Tongariro


Von Ausflug zum Tongariro


Zurück im Hostel gab's dann Abendessen und danach sind wir (trotz der klein ausgefallenen Wanderung) doch recht kaputt ins Bett gefallen. Leider war in der folgenden Nacht nicht viel Schlaf im Programm. Weshalb? Naja, so gegen 2 oder 3 Uhr bin ich aufgewacht (Sandra war schon wach) und habe mich gewundert, was denn so brummt. Es war unser Zimmernachbar, der dermaßen laut schnarchte, dass durch die Wand hindurch in unserem Zimmer unsere Betten leicht vibriert haben!! Ihr könnt euch denken, dass es mit dem Schlafen dann erstmal vorbei war. Ich glaube bis um 7.30 Uhr habe ich vielleicht insgesamt eine Stunde Schlaf zusammengekriegt... Naja, Sandra und ich haben's mit Humor genommen und am nächsten Morgen mit Hochspannung darauf gewartet, den Zimmernachbar in Natura zu sehen. War leider wenig spektakulär - ein etwas untersetzter Neuseeländer mit einer (für die Lautstärke) viel zu kleinen Nase. Wir haben uns allerdings ernsthaft gefragt, wie seine Freundin bei dem Sägewärk-Geschnarche wohl hat schlafen können...

Wie dem auch sei, am nächsten Tag hatten wir zum Glück noch immer schönes Wetter und konnten somit fröhlich, wenn auch etwas müde, weiter die Nordinsel erkunden. Besonders verblüffen habe ich das intensive Grün der Landschaft gefunden - schaut euch das hier einmal an!

Von Im Zentrum der Nordinsel


Mit der Palme und unter dem dunkelblauen Himmel schaut auch dieses Holzhüttchen nett aus - ob da jemand drin gewohnt hat, haben wir leider nicht herausfinden können:

Von Im Zentrum der Nordinsel


Dieses Foto nenne ich mal: "Fotografin auf der Flucht vor Fotografen" ;-)

Von Im Zentrum der Nordinsel


Natürlich darf auch ein Foto mit Schaf (hier Mutter mit Lämmchen) nicht fehlen.

Von Im Zentrum der Nordinsel


So niedlich wie die Lämmer sind, macht man sich ja schon Gedanken, wenn man eben solches isst. Aber kein Lamm essen könnte ich auch nicht, denn dafür schmeckt es mir einfach zu gut...tja, zumindest kann man sich bei neuseeländischen Lämmern sicher sein, dass sie zwar ein kurzes Leben, aber dafür eins mit schöner Aussicht gehabt haben!

Von Im Zentrum der Nordinsel


Schließlich ging es dann wieder zurück am Tongariro Park vorbei in Richtung Wellington. Auf dem Weg passierten wir eine äußerst lebendig aussehende Stadt, die lediglich aus dieser Hauptstraße bestand:

Von Im Zentrum der Nordinsel


Ein Stückchen weiter haben wir dann eine angebliche Scenic-Route gefunden, die nach rechts abbog. Diese Route wurde nach wenigen Kilometern dann zu diesem Schotterweg und ich fühlte mich wie im guatemaltekischen Dschungel und sah uns schon irgendwo im Nirgendwo landen:

Von Im Zentrum der Nordinsel


Ein paar Kurven weiter hatten wir dann aber diese schöne Aussicht auf den Mt. Ngauruhoe (und Mt Ruapehu daneben) - das hat die Mühsal des beschwerlichen Weges halbwegs wettgemacht (übrigens ist am Straßen Rand ein schwarzes Böckchen zu sehen!):

Von Im Zentrum der Nordinsel


Wenig später andete der Schotterweg zum Glück wieder an der Hauptstraße und wir fuhren (nach einem kurzen Orientierungs-Streit) zum Glück in die richige Richtung zurück nach Wellington.

Also, das soll er dann mal gewesen sein, der erste Bericht. Als nächstes erzähle ich euch dann von unserem Ausflug zum südlichsten Punkt der Nordinsel (dem Kap Palliser), Schafsherden auf der Straße, einem Leuchtturm und noch mehr Seerobben!

Bis dahin zum Abschluss noch ein Bild von der wunderschön grünen Landschaft im Zentrum der Nordinsel!

Samstag, 6. September 2008

Wieder da

Hallo meine Lieben,

ich bin wieder in Wellington und Sandra ist gestern mit dem Bus nach Auckland gefahren und sitzt mittlerweile auch schon wieder im Flieger - erst nach Bangkok und dann zurück nach Deutschland.
Momentan bin ich dabei, die vielen Fotos von der Reise zu bearbeiten, weshalb es mit dem Reisebereicht noch ein bisschen dauern wird. Aber soviel kann ich schonmal verraten: Wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter und haben einige wunderschöne Ecken der Südinsel entdeckt. Also, freut euch auf die Fotos :-)

Hier ist schonmal ein erstes Foto, und zwar von unserem Ausflug in den Tongariro Nationalpark inmitten der Nordinsel.

Bis bald!!

Von Ausflug zum Tongariro