Es ist mal wieder einen Monat her, dass ich etwas geschrieben habe... naja, nun bin ich aber zumindest fertig mit der Uni hier (den letzten Essay habe ich letzte Woche abgegeben) und habe somit mehr Zeit, etwas zu schreiben!
Letzte Woche war Moritz bei mir in Wellington zu Besuch - von Donnerstag bis Dienstag. Das Wetter war leider recht durchwachsen an dem Wochenende, aber zum Glück wurde es am Montag so richtig schön. Also haben wir uns einen Tag lang Amy's Wagen gemopst und einen Ausflug gemacht. An dem Montag war hier 'Labour Day' - quasi der neuseeländische 1. Mai, nur halt im Oktober.
Zwei Freundinnen von Moritz (die auch über das lange Wochenende nach Wellington gekommen waren) und Sofie waren mit von der Partie und so sind wir gegen 12 Uhr losgefahren in Richtiung Cape Palliser - dem südlichsten Punkt der Nordinsel, an dem ich vor zwei Monaten schonmal mit Sandra war. Da ich von dem Auslug mit Sandra noch gar nix geschrieben habe, hole ich das hier kurz nach. Auch Sandra und ich hatten nämlich einen besonders schönen Tag ausgesucht, um dahin zu fahren.
Auf der Strecke zum Kap mussten wir unter anderem diese Schafsherde an unserem Auto vorbeilassen:
Nach ca. zwei Stunden Fahrt waren wir dann an der Küste angekommen und: Man konnte die Berge der Südinsel klar und deutlich über das Meer hinweg sehen - schaut euch das mal an, das war wirklich wunderschön!
Überhaupt war die Küste mit den enorm grünen Buchten sehr schön - so durfte ein wenig Posieren vor der Kamera natürlich auch nicht fehlen:
Schließlich am Kap Palliser angekommen, gab es nicht nur den Leuchtturm zu sehen:
Nein, direkt an der Bucht war auch eine Seelöwenkolonie zu Hause, die sich im Sonnenschein umher wälzte und ab und an seltsame Laute von sich gab:
Übrigens haben Seelöwen eine ganz dezente Duftnote - Sandra hat es in etwa so beschrieben: "Vergammelte Döner mit zu vielen Zwiebeln"....
Natürlich sind wir auch zum Leuchtturm raufgeklettert - auch wenn die Treppe etwas furchteinflößend aussah mit ihren 250 Stufen:
Oben angekommen hatte man einen Postkartenausblick auf die Bucht - aber es war auch recht windig und aufgrund der frischen Temperaturen etwas kühl. Also haben wir schnell Fotos geschossen und sind ruckzuck wieder runtergestiefelt:
Bloß nicht stolpern.....
Soweit der Trip zum Kap Palliser mit Sandra. Mit Moritz und den anderen sind wir an die selbe Stelle gefahren, haben aber vorher einen kleinen Abstecher zu den "Putangirua Pinnacles" gemacht, die auf der Strecke zum Kap liegen. Das sind Buchten, die aufgrund tausender Jahre von Erosion recht gruselig aussehen - und, keine Überraschung, auch im Herrn der Ringe als Filnlocation benutzt worden sind (im dritten Teil). Aber gut, schaut es euch selbst an. Hier zunächst ein Foto von Moritz, Sofie, Hannah und Holly:
Zu den Pinnacles muss man ca. eine Stunde durch ein trockenes Flussbett laufen - mehr oder weniger trocken zumindest, ab und an mussten wir den Bach kreuzen, was für die Mädels den ein oder anderen nassen Fuss zur Folge hatte:
Die Pinnacles waren die Wanderung aber allemal wert - schaut mal hier:
Auf dem Rückweg haben Moritz und ich einen Farnbaum entdeckt, den wir unbedingt umarmen mussten:
Hinterher waren wir dann am Kap Palliser, an welchem uns die Seelöwen mit ihrem Eau de Toilette willkommen hießen. Naja...niedlich sind sie trotzdem, auch wenn dieser Kumpane etwas bedröppelt drein schaut:
Oben am Leuchtturm wurde die Aussicht natürlich direkt wieder für ein paar schicke Fotos genutzt:
Das hier ist Sofie - das letzte Foto, dass ich hier von ihr vorgestellt habe, im Botanischen Garten fand sie gar nicht gut...daher hier ein besseres :-)
Ein letztes Foto von der Bucht und dann ging es wieder zurück gen Wellington - schließlich lagen zweieinhalb Stunden Fahrt vor uns. Übrigens bin ich gefahren, was recht spannend war, da Amy's Wagen eine Gangschaltung hat und der Schaltknüppel natürlich auf der linken anstatt der rechten Seite liegt...sehr seltsam! Aber ich habe mich zum Glück schnell daran gewöhnt, auch wenn ich manches Mal kurz davor war, mit der rechten Hand gegen die Fahrertür zu schlagen...quasi die Reflexbewegung zum Schaltknüppel in Deutschland...
Bis zum nächsten Bericht - der bald kommt!!
P.S.: Wie immer gibt's im Fotoalbum noch viel mehr Fotos von dem Trip!
P.P.S.: Hier ist eine Karte mit der Strecke zum Cape Palliser. Das Kap selbst ist am Punkt B. An dem weißen Punkt am See haben uns ca. die Schafe überholt. Und auf halber Strecke entlang der Küste zum Kap liegen die Pinnacles.