Zunächst war da am letzten Samstag das Beginner-Treffen des Victoria University Ruderclubs. Nach einer kurzen Einführung in den Club an sich haben wir Beginner und Interessierten einen kleinen Wettbewerb gehabt, und zwar saßen wir jeweils im Duo nebeneinander auf zwei Ruder-Maschinen und mussten dann möglichst schnell die "Strecke" von 200m hinter uns bringen - natürlich nur als Trockenübung auf der Maschine. Das war auch alles interessant und lustig, aber Rudern ist vor allem ein Wettbewerbssport, was bedeutet, dass man vier bis sechsmal die Woche trainiert (vorzugsweise möglichst früh morgens vor der Uni). Da ich aber sowieso schon einen recht vollen Wochenplan für die Uni habe, ist für Rudern darin leider kein Platz. Aber mein Interesse ist trotzdem geweckt und vielleicht werde ich es ausprobieren, wenn ich zurück in Bonn bin.
Am Dienstag folgte dann das erste Treffen des Tramping Clubs - also des Wanderclubs der Uni. Der Raum war, wie zu erwarten, bis zum Bersten gefüllt mit interessierten Studenten, die sich dann eine mit wunderschönen Bildern unterlegte Einführung in den Club anhören konnten. Der Club bietet jedes Wochenende Kurztrips quer durch Neuseeland an, für die man sich dann je nach Interesse anmelden kann. Ich bin - keine Überraschung - dem Club sofort beigetreten und muss mir jetzt nur noch einige Utensilien fürs Wandern/Campen besorgen. Heute habe ich schon erfolgreich auf einen Wanderrucksack geboten und demnächst folgen dann Schlafsack etc. Es gibt in Neuseeland die Internetseite "trademe", was quasi das neuseeländische Pendant zu ebay ist. Ein Traum, wenn man als Student nicht Unmengen für nagelneue Sache im Laden ausgeben will!
Als letztes Club-Treffen hatte ich schließlich am Donnerstag das Treffen des Kanu-Kayak-Clubs in einem Schwimmbad an der Bucht. Dort wurden wir direkt in Kayaks gesetzt und durften im Becken lospaddeln. Ich war dermaßen übermütig, dass ich mich nach den ersten paar Paddelversuchen direkt kopfüber im Kayak wiedergefunden habe - ja, richtig, kopfüber unter Wasser. Zum Glück kann man aber recht leicht aus den Kayaks herausschlüpfen, wenn man das Gefühl hat, lange genug unter Wasser gewesen zu sein. Nach diesem kleinen Abenteuer haben wir dann erste Paddeltechnicken gezeigt gekriegt und auch ein paar Übungen gemacht, in denen wir uns im Kayak bewusst kopfüber gedreht haben, um Sicherheit zu gewinnen, dass man, falls man sich mal unter Wasser befinden sollte, nicht direkt in Panik geraten muss. Nach diesem Training konnte man sich für einen Beginner-Kurs nächstes Wochenende anmelden, in dem man dann an zwei Tagen geballtes Kayak-Training bekommt. Ich habe mich angemeldet, aber da sich mehr Leute als Plätze da sind angemeldet haben, werden die verfügbaren Plätze wie in einer Lotterie gezogen. Wenn ich heute im Laufe des Tages nix hören sollte, bin ich wohl leider keiner der Glücklichen, die da mitmachen - aber auch wenn nicht, so kann ich einfach Donnerstags weiter zu den Clubtreffen gehen und da dann mehr lernen.
Freitag hatte ich ein Treffen mit den zwei anderen Studenten, die auch das Kurzfilmprojekt machen (Luke und Rachael) und dem verantwortlichen Techniker des Film Departments. Der hat uns dann eine rudimentäre Einführung in das Schnittprogramm gegeben. Viel Information in kurzer Zeit. Naja, zum Üben werde ich nun morgen einen kleinen Mini-Kurzfilm mit einer einfachen Handkamera machen, einfach nur, um dann nächste Woche das Schneiden mit dem Programm (Final Cut Pro) zu üben. Nach dem Treffen sind Luke, Rachael und ich dann ein Bierchen trinken gegangen - sehr nett die zwei, das wird ein spannendes Jahr, da wir zwar jeder einen eigenen Kurzfilm machen, uns aber natürlich alle gegenseitig helfen. Die beiden haben auch interessante Ideen. Am Ende wirds sicher eine DVD mit allen drei Filmen geben - die kann ich dann bei Interesse auch in Deutschland vorführen ;-)
Ach ja, gestern Abend war eine Zirkusshow auf einem kleinen Platz im Zentrum Wellingtons unten an der Bucht. Der Titel war irgendetwas mit "Gravity" (Schwerkraft) und dementsprechend beeindruckend war auch die Show - die ca. 8 Artisten und Artistinnen haben ununterbrochen an Seilen und Schaukeln allerlei akrobatische Balancetricks vorgeführt, die toll anzuschauen waren. Die Show wird in der nächsten Woche fast jeden Abend wiederholt, so dass ich da bestimmt nochmal hingehen werde.
Heute abend liegt ein Straßenfest etwas nördlich von Wellington an, denke ich. Da treten lokale neuseeländische Bands auf...bin gespannt. Zuvor muss ich aber noch ein bisschen was lesen. Außerdem muss ich langsam anfangen zu planen, was ich über Ostern machen will - vorzugsweise den "Tongariro Northern Circuit". Das ist ein drei-Tages-Trip im Tongariro Nationalpark in der Mitte der Nordinsel. Dieser Trip beinhaltet den "Tongariro Crossing" - ein Ein-Tagestrip, der als einer der Schönsten in Neuseeland gilt...also, Daumen drücken, dass das Wetter schön ist!! Die Woche werde ich nun erstmal herumfragen, wer da noch Lust zu hat, da werden sich sicher einige finden. Und natürlich werde ich alles fotographisch festhalten!! :-)
Nun aber zurück zur Lektüre -es geht um Western...letzte Woche haben wir "Easy Rider" (klasse Film mit verwirrendem Ende) und "Two Lane Blacktop" (seltsamer Film..."Asphaltrennen" auf Deutsch) gesehen. Folgende Woche folgen dann, wie gesagt, Western.
Gruß aus Windy Welly und bis bald! Es folgen demnächst auch mehr Fotos!
P.S.: Ein Foto gibts schon jetzt - der Beweis für Wellington's Status als Filmstadt quasi ;-)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen